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Diagnostik

Die Ziele der Diagnostik erstrecken sich von der Abklärung organischer Ursachen bzw. funktioneller Auslöser über subjektive wie objektive sprachtherapeutische Analysen (s.u.) zur Beurteilung der Resonanz und des nasalen Durchschlags hin zur exakten Dokumentation rückverlagerter Artikulation bei Menschen mit LKGS-Fehlbildung.

Die Folgebeeinträchtigungen sind derartig komplex, dass sie auch einer komplexen und vielschichtigen Analyse bedürfen.

 

Subjektive sprachtherapeutische Analysemethoden
Bei der Aanalye der vorliegenden Resonanzstörung im Sinne einer Hyper- bzw. Hyponasalität oder Cul-de-sac-Resonanz werden in der Praxis subjektive wie objektive Diagnostika verwendet. Der anwendende Sprachtherapeut muss sich der Subjektivität dieser Untersuchungsverfahren bewusst sein und darf sich bei therapeutischen Entscheidungen ( z.B. Velopharynxplastik) nicht ausschließlich auf subjektive Erkenntnisse verlassen.

"Objektive" sprachtherapeutische Analysemethoden

Die objektiven sprachtherapeutischen Analysemethoden sind von appartiver Art und bewerten die Messvariablen entweder nach stadardisierten Normen oder sie sind weiterhin abhängig von der individuellen Einschätzungen des Untersuchers. Ihre Objektivität ist somit teils relativ.

 

Eine komplexe Beurteilung der Morphologie und der Dysfunktion der Artikulatoren ist besonders bei der Indikationsabklärung einer Velopharynxplastik von absoluter Notwendigkeit. Diese kann jedoch nur in einer Klinik mit erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden.

Von besonderer Wichtigkeit und Notwendigkeit ist die präzise und einheitliche qualitative Erfassung LKGS-typischer phonetischer Auffälligkeiten. Nur aufgrund dieser kann zukünftig die Frage nach Operationstechniken und deren Auswirkungen auf die Sprechorgane auch aus sprachtherapeutischer Sicht diskutiert, zentrenübergreifend verglichen und weiterentwickelt werden. Nur durch die zukünftige Entwicklung vergleichbarer Standards kann eine Qualitätssicherung auf der Prozess- und Ergebnisebene der sprachtherapeutischen Maßnahmen ermöglicht werden.

 

Eine möglichst umfassende Einschätzung der Sprechauffälligkeiten gewährt eine Kombination aus einer Artikulationsanalyse mit Videoaufnahme, dem Nasal View und mindestens einem objektiven bildgebenden Verfahren, wie Nasendoskopie, Videokinematographie oder Fluoroskopie.

Die genannten Verfahren werden im folgenden ausführlich dargestellt.