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Phonendoskop nach GUTZMANN

Subjektive sprachtherapeutische Analysemethode

Methodisches Vorgehen: Das Phonendoskop (Nasenhörrohr) besteht aus einem 70 cm langen Gummischlauch mit austauschbaren Olivenansätzen an beiden Enden. Eine Olive wird abschließend vor ein Nasenloch des Patienten gehalten. Das andere Ende hält der Untersucher in seinen Gehörgang. So erfolgt pro Nasenloch ein Nachsprechen ausgewählter Testwörter aus Lautprüfmitteln. Der Schlauch verstärkt eine nasale Luftflucht akustisch und ermöglicht somit die Auskultation unphysiologischer Begleitgeräusche.

Physiologischer Befund: Keinerlei Zusatzgeräusche werden durch das Phonendoskop wahrgenommen.

Pathologischer Befund:
Bei Plosiven treten Durchschlaggeräusche auf, Frikative werden von nasalem Blasen begleitet. Bei Vorliegen einer Hypernasalität kommt es bei Vokalen, besonders /u/ und /i/, zu einem verstärkten Dröhnen. Ein artikulationsbegleitendes Schnurren deutet auf eine geringe velopharyngeale Insuffizienz hin.

  Hier finden Sie einen link zu einer Untersuchung mit einem Phonendoskop bei einem Mädchen mit VPI, Hypernasalität und Nasalem Durchschlag, den man auch sehr deutlich durch das Phonendoskop hören kann.

 

Ziel der Untersuchung: Auskultation eines nicht-hörbaren nasalen Durchschlags und einer Hypernasalität.

Quelle: Neumann, S. (2002): Rhinophonie und LKGS-Fehlbildung: Diagnostik, Prävention und Evaluation. In: Grohnfeldt, M.: Lehrbuch der Sprachheilpädagogik und Logopädie, Bd.3, Stuttgart: Kohlhammer