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Hauchspiegelprobe nach CZERMAK

Subjektive sprachtherapeutische Analysemethode

Methodisches Vorgehen: Ein CZERMAK´scher Spiegel oder eine speziell ausgeformte Metallplatte wird horizontal unter die Nasenlöcher gehalten.
Es werden systematisch alle Laute isoliert und auf Silben-, Wort- und Satzebene abgefragt. GOS.SP.ASS.´98-D reduziert den Test auf die folgenden Lautäusserungen:

 

 

Physiologischer Befund: Durch die austretende Sprechluft durch die Nase kommt es nur bei den Nasalen /m/, /n/, und /ng/ zu einem schmetterlingsförmigen Beschlag auf dem Spiegel.
Pathologischer Befund: Bei einer Hyponasalität entsteht bei den Nasalen dort kein Beschlag auf dem Spiegel, je nachdem an welcher Seite der inneren Nase eine Behinderung der Luftpassage besteht.
Liegt eine Hypernasalität vor, so kommt es zu einem zusätzlichen schmetterlingsförmigen Beschlag bei der Artikulation von Plosiven, Frikativen und Affrikaten. Die betroffenen Laute werden dokumentiert. Ein asymmetrischer Beschlag kann sich hier bei einer Cul-de-Sac-Resonanz äußern.

 

  Hier finden Sie einen link zu einer artikulatorischen Überprüfung inklusive einem Spiegeltest bei einem 6jährigen Jungen mit operierter doppelseitiger LKGSF.

 

Achtung! Kleinkinder neigen dazu, willentlich die Platte zu behauchen und extra durch die Nase zu sprechen!

 

Ziel der Untersuchung: Die orientierende Unterscheidung zwischen Hyper- und Hyponasalität mittels Feststellung des nasalen Durchschlags. Sie liefert als subjektive Untersuchung erste zuverlässige Erkenntnisse.

Quelle: Neumann, S. (2002): Rhinophonie und LKGS-Fehlbildung: Diagnostik, Prävention und Evaluation. In: Grohnfeldt, M.: Lehrbuch der Sprachheilpädagogik und Logopädie, Bd.3, Stuttgart: Kohlhammer