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Oberkieferwachstumshemmungen

Wachstumsstörungen im Bereich des Oberkiefers werden als kongenitale Mitursache der LKGS-Fehlbildung diskutiert. Sie können daher seit der Fehlentwicklung im Mutterleib bestehen und sich sich bis in das Erwachsenenalter auswirken .

Die folgenden negativen Einflüsse verstärken diese noch: Die Zunge kann ihren formbildenden und wachstumsfördernden Impuls während das Schluckaktes durch ihre kaudale Fehllage am Mundboden nicht vollziehen.
Diese Fehllage stört das antagonistisch dynamisch myofunktionelle Gleichgewicht zwischen zentripetal wirkender Lippen- Wangen- Segel und Rachenmuskulatur sowie der zentrifugal wirkenden Zungenmuskulatur und beeinträchtigt das Mittelgesichtswachstum (KOCH 1985).

Antagonistisch wirkende Muskeln im Orofazialbereich
Abb. 13: Antagonistisch wirkende Muskeln im Orofazialbereich

Derselbe Effekt entsteht durch veränderte Druckverhältnisse aufgrund von palatalen Restlöchern. Unterliegt der Oberkiefer einer Wachstumshemmung während sich der Unterkiefer physiologisch entwickelt, kann eine Pseudoprogenie mit auffälliger Lippentreppe, offener Biss, Kreuzbiss, oder Nonokklusion der Prämolaren entstehen.

Pseudoprogenie mit Mittelgesichtshypoplasie
Abb.14 Pseudoprogenie bei
einem Mädchen mit Mittelge sichtshypoplasie

Weiterhin kann die Ästhetik des Kindes mit LKGS durch eine abnorme Zahl, Stellung und Form der Incisivi beeinträchtigt werden (V. SCHWANEWEDE/SCHUBERT 1996, GRABOWSKI 1996).