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Hörstörungen

Bei einem operativ noch nicht vereinigten Velum kann der Öffnungsmechanismus der Tuba auditiva während des Schluckaktes nicht wirken, da der M. veli palatini nicht angespannt werden kann - die Ostie der Tube kollabiert aufgrund ihrer Eigenelastizität.

MÜHLER (1996) beschreibt zudem eine generell schwächere Ausbildung des Tubenknorpels bzw. -muskulatur bei LKGSF.

Nach GODBERSEN (1997) legt sich das fehlgebildete Velum vor die Tubenöffnung und dichtet sie somit ab. Der gleiche Effekt entsteht durch hypertrophe Tonsillen bzw. Adenoide.

Als Folge findet kein Druckausgleich im Mittelohr statt, ein chronischer Unterdruck entsteht, die Mittelohrflüssigkeit dickt ein, bildet serösen bis mukösen Schleim und eine Otitis media/Seromukotympanon entsteht, welche bei Nichtbehandlung chronisch ausreifen kann. Diese lässt die Gehörknöchelchen nicht mehr frei schwingen und behindert die Schallübertragung. Es entwickelt sich eine Schalleitungsschwerhörigkeit, welche eine Verzögerung der Hörbahnreifung bewirken kann, "da diese von entsprechender Reizung abhängig ist." (NEUMANN 2000).

So kann es zu einer eingeschränkten Reifung der Hörbahnen kommen, welche irreversibel ist. Eine hörbedingte Sprachentwicklungsverzögerung ist demnach nicht auszuschließen (GRZONKA u.a. 1998, HILDMANN 1997).

Fachbeitrag  
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