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 Stillberatung

Kinder, die eine Spaltbildung haben, haben Probleme beim Stillen und Saugen, da sie das erforderliche Vakuum nicht bilden können. Trotzdem ist es wichtig anzumerken, dass sie gestillt werden können. Das Stillen dauert zwar länger, darauf sollte man sich einstellen, aber nicht entmutigen lassen. Denn nichts ist gesünder für ein Baby als die eigene Muttermilch, da sie genau die Nährstoffe beinhaltet, die das Baby benötigt und das Immunsystem des Kindes fördert.

Damit die Babys mit LKGSF trotzdem mit Muttermilch ernährt werden können, benötigt man eine fachkundige Unterstützung die einen zum Stillen anleitet. So können sie sich zum Beispiel an ihre Hebamme wenden. Auch der Prozess des Stillens ist von Vorteil, da es die Mutter-Kind Beziehung fördert. Wichtig ist, dass die Mutter nach der Geburt die Milch abpumpt, damit die Milchbildung erhalten bleibt, da das Kind zu Beginn nicht fähig ist, durch ausreichendes Saugen die Milchbildung auf dem gewünschten Niveau zu erhalten. Also ist regelmäßiges Abpumpen trotz versuchten Stillens notwendig.

Bei Gaumenspaltkindern passiert es, dass Milch aus der Nase läuft und es hört erst auf, wenn die Spalte geschlossen ist. Schon alleine deswegen ist die Muttermilch vorteilhaft, da sie die Schleimhäute weit weniger reizt, als es anderweitige Babymilch macht. Zur besseren Hilfe des Stillens kann zu Beginn als Übergangslösung auch ein „Fingerfeeder" (eine Spritze mit speziellem Ernähungsaufsatz) verwendet werden. Dies ist eine Trinkhilfe, die die Nahrungsaufnahme gewährleistet. Zu näheren Informationen sollten Sie sich auch hierbei an eine Hebamme oder an eine Stillberaterin wenden, die Ihnen hilfreich zur Seite stehen kann. Die schnelle Kontaktaufnahme zu einer Stillberaterin IBCLC ist zu empfehlen (www.stillen.org).

 
 Fingerfeeder           Fingerfeeder im Einsatz
 Abb.25: Fingerfeeder, aus: www.medela.de