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Näseln

Beim Sprechen übernimmt das Gaumensegel eine wichtige Funktion, es verschließt die Nasenhöhle schalldicht von der Mundhöhle, damit die Laute nicht mit zu großer Beteiligung der Nase gesprochen wird. Bei Kindern mit LKGS-Spalte besteht das Problem, dass ihre Balance zwischen Mund- und Nasenresonanz nicht im Gleichgewicht steht. Es kommt zu einer vergrößerten Nasenresonanz, also zu stark durch die Nase, man nennt dies auch offenes Näseln oder Hypernasalität.  

 
Die Ursachen hierfür können sein:
  • die innere Nase des Kindes ist fehlgebildet,
  • das Kind kann keinen genügenden Verschluss mit dem Gaumensegel zur Rachenhinterwand bilden (Velophararyngeale Insuffienz (VPI)),
  • dicke Narbenbildung am Gaumen und - segel nach mehreren Operationen,
  • ungewohnter Einsatz des Gaumensegels nach später Operation (ab 2 Jahre).

Es kann auch ein geschlossenes Näseln oder Hyponasalität auftreten. Gründe hierfür können:

  • starke Verkrümmung der Nasenscheidewand,
  • Verengung oder Verstopfung der Nasenhöhle durch Vernarbungen, Wucherungen der Rachenmandeln, falsch hineingewachsene Zähne, sowie
  • in die Nase hineinoperierte Mundschleimhaut sein.

Die Kinder sprechen dann zu wenig durch die Nase und hören sich ständig verschnupft an.

Neben dieser vergrößerten Nasenresonanz kann es noch zu zwei weiteren Auffälligkeiten kommen: dem "nasalen Durchschlag" und der "nasalen Turbulenz".

Bei einem nasalem Durchschlag tritt beim Sprechen Luft durch die Nase aus, obwohl dies bei den gesprochen Lauten nicht sein dürfte.

Nasale Turbulenzen entstehen durch den nicht korrekten Abschluss der Nasenhöhle durch den Verschluss des Gaumensegels und der Rachenhinterwand. Hierdurch entstehen Luftverwirbelungen, die sich in hörbare Reibegeräusche äußern.