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Mundatmung

Bei Kindern mit LKGS-Spalte treten vermehrt Verformungen der Nasenscheidewand sowie starke Narbenbildung nach Operationen auf. Diese können die Nasengänge verengen und das Kind am Atmen behindern.

Weiterhin versucht der Körper durch eine Wucherung der Gaumen- oder Rachenmandeln den zu großen Nasen-Rachenraum kompensatorisch zu verkleinern, dadurch können die Mandeln so groß werden, das eine normale Nasenatmung unmöglich wird.

Durch die entstehende Mundatmung kann die Nase ihre eigentliche Schutzfunktion, die Einatmungsluft zu filtern, reinigen und befeuchten nicht mehr ausführen.
Es entsteht eine erhöhte Infektionsgefahr.

 Mundatmer Abb. 14: Mundoffenhaltung mit Mundatmung
               (Quelle: www.barton.ch)


Um die Atmung und die Stimme zu harmonisieren und eine Verspannung der oberen Luftwege vorzubeugen, gibt es Spiele, die Sie selbst mit ihrem Kind durchführen können. Das Ziel ist, dem Kind spielerisch zu helfen möglichst wenig Druck beim Sprechen auszuüben und auch leise, vorsichtig und mit wenig Sprechluft die eigene Stimme auszuprobieren.

Eine Mundatmung, die auch länger nach einer Erkältung anhält, sollte von einer Sprachtherapeutin abgeklärt werden. 

 

Fördermöglichkeiten und Spielanregungen siehe unter anderem in:
Neumann, S. (2002): LKGS-Spalten, Ein Ratgeber für Eltern. Idstein